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Fürstenzell

Mit 23 wunderschönen Bildern begleiten wir Heinz bei seinem Ausflug nach Fürstenzell. Danke Heinz, dass du uns deine Bilder zur Verfügung stellst.


 

Ausflug nach Sion mit der OE-ALL Aquila

Quer durch die Schweiz
Ein Dauerhoch über Mitteleuropa bewog die beiden Piloten Andreas und Walter mit der Aquila OEALL in der ersten Märzwoche zu einem geplanten Flug ums Matterhorn mit Landung in Sion, am Rückflug noch zwei Stopps in Bern und Hohenems.
Die Flugvorbereitung zeigt uns traumhafte Sichtweiten in Mitteleuropa, aber  Höhenwinde über 10.000 Fuß um die 40 und mehr Knoten. Volltanken, Flugplanaufgabe und Checks waren Routine, wichtig für Sion ist ein vorheriger Anruf zur Sicherstellung einer Parkmöglichkeit. Die Freigabe zum Start  erhalten wir nach der Landung einer Chartermaschine in LOWI um 0929 UTC, Ausflug über W1. In 10.000 Fuß über Ischgl vorbei an Davos, Kontaktaufnahme mit Zürich Info auf 124,7. Nächster Meldepunkt Oberalppass in 11.000 Fuß, bis dahin fast windstill. Dann aber über dem Gotthardmassiv plötzlich extreme Windböen aus N, die sich jedenfalls mit starkem Föhn in Innsbruck messen konnten. Wir waren darauf vorbereitet und meisterten den Überflug der Passregion gekonnt. Wichtig für solche Situationen: alle Karten und Schreibutensilien gut fixiert, Sitzgurten schon beim Abflug straff angezogen! Nach 10 Minuten war der Spuck vorbei, der Sinkflug ins Rhonetal  Richtung Westen wird eingeleitet. Auf die beabsichtigte Matterhorn-Umkreisung in großer Höhe verzichten bei wir dieser Windsituation gerne, trotzdem war uns ein schöner Blick auf diese markante Erhebung beim Anflug noch gegönnt. Über Raron  LSER (ehemaliger Militärplatz) und E1 dann Einflug in die Kontrollzone Sion, mit Holdings mussten wir gleich zwei  Jets den Vorrang lassen. Problemlose Landung auf der 25 in LSGS, unkomplizierte Zollabfertigung, Platznahme im Restaurant. Beim Blick durchs Fenster dann eine Überraschung: ein Kleinflugzeug beim Landeanflug mit nur einem ausgefahrenen Rad. Alles steht im Restaurant und verfolgt die Landung dieses Fliegers: Eine riesige Staubwolke zeugte von einer nicht geglückten Landung, Feuerwehr und Rettungseinrichtungen waren gleich zur Stelle. Bei unserem folgenden Start nach Bern war die Piste wieder frei, Spuren und Flugzeugteile waren noch deutlich sichtbar. Ohne Flugplan geht’s – begleitet von Genf Info 126,35 – über Montreux vorbei am Genfer See, über VOR  FRI  110,85 und nicht gerade windstill (!) direkt zum S-Punkt  für den Anflug in Bern LSZB auf die 32. Nach der Landung am Vorfeld freundlicher Empfang, ebenso in der Halle beim kurzen Aufenthalt und bei der Flugplanaufgabe und Verabschiedung zu unserem nächsten Ziel Hohenems. Für alle Piloten ein wichtiger Hinweis für so einen Flug aus der Schweiz und mit Landung auf einem kleinen Platz in Österreich (oder in der EU) ist die Beachtung der Zollvorschriften!
Über Emmen LSME (an diesem Wochenende nicht aktiv) und Wangen-Lachen LSPV dann nach etwas mehr als einer Stunde Flugzeit Landung in LOIH Hohenems für einen Tankstopp mit Freigabe zum Auftanken für Maschine und Piloten! Der Rückflug am Abend nach Innsbruck LOWI war dann nur mehr Routine. Ein ausgefüllter schöner Tag, rund 4,5 Stunden waren die Aquila und die beiden Piloten in der Luft.

Für die OEALL-Crew
Walter Amor

 


 

nach Brac … Kroatien

Am Freitag den 5.6.2013 wollten wir – Willi der Chef und ich (Heinz) – in das schöne Kroatien und zwar nach Split. Zuvor von mir noch eingeholte Recherchen ergaben:
Split ist nur anfliegbar mit einem für eine konkrete Zeit genehmigten Lande-Aviso, welches nicht älter als 14 Tage sein darf, und einer bestätigten Parkerlaubnis. Ohne diese beiden permits gibt es eine Landeerlaubnis nur „in case of emergency“.

Da beides am Abend zuvor praktisch nicht mehr einholbar war, hat Willi 1 an Willi 2 einen Notruf abgesetzt und ein Notam durch Umfrage eingeholt. Ergebnis: eine besondere Veranstaltung würde ein komplikationsloses Einfliegen und Landen verhindern.

Da die endurance der Aquila keine besonderen Experimente mit einer allfälligen Verweigerung der Landeerlaubnis zuließ, einen Flug nach Kroatien mit einer südlich von Vrsar liegenden Destination der Wille von Willi und Brac eine von Willi (nach vielen anderen Vorschlägen von mir, welche sämtliche konkret mit besonderen Hinweisen abgelehnt wurden) genehmigte Alternative war, gab es zunächst nur das Ziel Mali Losinj, welches zum Auftanken und zur Wetter-Information via Internet herhalten sollte.
In der Luft haben wir vor Mali Losinj dann gesehen, dass der Sprit nach Brac zuzüglich der Erreichbarkeit eines Alternates leicht reicht und sich die Wolken verzogen haben, sodass wir über den Tower von Mali Losinj unseren Flugplan nach Brac geändert haben und weiter geflogen sind.

Wetter und Routing:
Am Freitag hat es in der Früh in Innsbruck noch geschüttet, was herunterging, sodass wir nach Beendigung des Regens beschlossen haben, Richtung Brenner aufzubrechen und zu schauen, ob es ein Durchkommen gibt, wobei die Rückkehr nach Innsbruck zu befürchten war. Um 12:32 Uhr Lokalzeit sind wir gestartet. Wir fanden unser Loch – der Süden war begünstigt (grins) – sodass wir abeam Kreuzberg-Sattel und nach Genehmigung des Einfluges in die LI(R) 49 direkt zum Ronchi VOR unseren Weg über Vicky-Point nach Süden suchten. Gerade als wir Piran passierten, hat uns Portoroz Approach gemeldet, dass unser Ziel-Flugplatz keinen Flugplan hätte, sodass wir über Umag 360ties zu drehen hätten. Er selber – Portoroz Approach – habe unseren Flugplan. . .
Schließlich konnten wir auch das bereinigen und zudem über Rovinj – und nicht Plomin – direkt nach Mali Losinj ziehen. Dort haben wir den Flugplan direkt nach Brac geändert und sind weiter geflogen.

Flugzeit nonstop nach Brac:
3 Stunden 16 Minuten.

Der Aufenthalt in Brac:
war wunderbar und ist zu empfehlen.

Gewohnt haben wir in einem privaten Apartment mit 2 separaten Zimmern – es gab einen Schnarcher, ich war´s nicht. Krappi hat in seiner Flexibilität und unter Einsatz seiner Kondition den zwanzigminütigen Fußmarsch zum "Goldenen Horn" nicht gescheut, trotz engagierter Bekleidung und Badehose aber den angenehmen Kontakt mit dem Meer verweigert und die Entspannung bei einem Bierchen vorgezogen.

Nach einem passablen Abendessen, bei welchem uns der Wind das Gedeck verblasen hat, haben wir uns ein Finale im Freien am Hafen gegönnt, welches durch den Besuch einer Diskothek in unmittelbarer Nähe unseres Apartments getoppt wurde.

Wissenswertes:
Direkt am Flugplatz kann man den Transfer zur Privat- und Hotelzimmervermittlung „Adria“ organisieren. Es werden auch die der Privatzimmer-Vermittlung zur Verfügung stehenden Zimmer am Monitor gezeigt.
Die Privatzimmer-Vermittlung hat die Telefonnummer: +385 (0)21 635 966.
Das Taxi Damir Bracic (vielleicht war dies nur der Name des Lenkers): 098 20 70 22
 

Den Rückflug

haben wir mit einem Tankstop und Wetter-Erkundigungen in Portoroz absolviert, wobei wir wetterbedingt über Grado, Lignano, Caorle und Lido sowie Porto di Malamocco (S1) geplant hätten – Krappi´s raffinierte Interventionen beim jeweiligen Approach-Manager haben uns aber nicht für möglich gehaltene Abkürzungen beschert – sie wollten uns offenbar so schnell als möglich loswerden. Dies hat uns trotz dieses (ursprüngliches) Routings eine Traumzeit von 1 Stunde 53 Minuten für den Rückflug von Portoroz nach Innsbruck gebracht. Von Brac bis Portoroz haben wir bei einem Gegenwind (sie nennen es dort Bora …) von 10-20 Knoten 2 Stunden un 4 Minuten benötigt.

Ergebnis:

iPad mit Apps hat uns in Kroatien praktisch gar nicht genützt. Wichtig waren die Karten und das – wenn auch nicht upgedatete – gps in der Aquila.

 

Heinz Mildner

 


 

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