fLY.UP Flotte nach Kroatien, Slowenien und Italien

Donnerstag der 4. 6.2015 hat sich als Feiertag mit nachfolgendem Fenstertag für einen mehrtägigen Ausflug angeboten, wobei bei der Planung von G-7 und den damit verbundenen Behinderungen und Beeinträchtigungen noch keine Rede war.
Schließlich hat sich herausgestellt, dass für Sonntag den 7. 6. und Montag den 8. 6. ein generelles Flugverbot für Sichtflug erlassen wurde, sodass die Rückkehr nach Hause entweder bereits am Samstag – wegen der zu erwartenden Gewitter bereits mittags – oder erst am Dienstag den 9. 6. 2015 möglich war.

Folgendes Szenario war sohin vorgesehen:
Manuel Kirchebner (Manu). holt Guggenberger Thomas (Guggi) von Lienz ab. Sie fliegen gemeinsam am 4.6.2015 mit der Katana zum Zielpunkt Split.
Herbert Knödl (Herbi). mit Karlheinz Potzinger (Potzi) schnappen sich die DA40 TDI, starten aber bereits am Mittwoch den 3. 6.
Krappi (W1) und Heinz Mildner nehmen die Aquila und machen sich ebenfalls bereits schon am Mittwoch den 3. 6. 2015 auf den Weg.

Mittwoch 3. 6. 2015:
Die DA40 und die Aquila starten wie geplant um 10:33 Uhr in Formation, wobei die DA40 sich mit Erfolg bemüht, hinter der Aquila her zu fliegen.
Vor Ronchi VOR war – wie üblich – der erstrebte Kontakt mit Padua Information nicht möglich, sodass das Einfliegen in die LI-R49 zunächst formal problematisch war, die üblichen Meldepunkte Tolmezzo, Gemona, Tarcento, Pradomano gibt es nicht mehr, sodass wir nach Udine über den Vicky Point die vorgesehene VFR-Route zunächst bis Plomin geflogen sind.
Dort gab es die nächste Überraschung:
Der Controller informierte sich, ob wir über die neue Adria-Route, welche seit 28. Mai in Kraft getreten ist, informiert wären. Da ich – wie ich glaubte – das neueste Kartenmaterial hatte, aber auch mein Navi upgedatet war, habe ich guten Gewissens die Frage mit Ja beantwortet. Es stellte sich aber heraus, dass es bei diesem neuen Routing den Meldepunkt RAB nicht mehr gibt. Der Controller hat uns den Kurs und die Entfernung der weiteren Meldepunkte angesagt, wodurch auch dieses Manko behoben war.

Kurz vor Split traten bei der DA40 Vibrationen im Bereich des Motorraumes auf und Herbi ersuchte um direkten Anflug zum Airport. Nach der Landung und eingehender Besichtigung stellte sich heraus, dass der Auspuff von der Aufhängung gerissen war.
Dieses Problem konnte von einem begeisterten Privat-Flugzeug-Besitzer in Split, der die Angelegenheit in Augenschein nahm, bis zum Abflug am übernächsten Tag behoben werden! Vielen Dank nochmals an den kroatischen Fliegerkollegen!

Nach Bezug eines schönen ****Hotels in Trogir haben die 4 Piloten dem Wunsch nach einem Leihfahrzeug nachgegeben und sind unter der kompetenten Führung von Herbi zu einem eindrucksvollen Wasserfall in einem Naturpark gefahren und haben die Schönheit der Landschaft, die Schönheit der Natur, die Schönheit der Bucht und die Schönheit des Wetters in vollen Zügen genossen und mit den lukullischen Vorzügen verbunden.

Am Donnerstag den 4. 6. 2015
sind dann auch Guggi und Manuel endlich auch angekommen.
Sie haben den anspruchsvolleren Weg vorgezogen und sind (fast) in Vrsar, wirklich in Mali Losinj und schlussendlich auch in Split gelandet.
In Mali Losinj waren 10 Flugzeuge im Anflug, der Flugplatz zwar geöffnet aber der Tower nicht besetzt, sodass die Piloten untereinander eine ausgezeichnete funktionierende Kommunikation gestartet und sich selber die jeweiligen Landungen organisiert haben. Die Tücken der Runway hatten im Zusammenhang mit den Windverhältnissen das Ergebnis, dass von den 10 Flugzeugen lediglich eines tatsächlich die Landung umsetzte: nämlich die Crew der OE-AAL Manuel/Guggi.

Am Freitag den 5. 6. 2015
sind zunächst Manuel/Guggi mit der Katana abgerauscht, wobei das gemeinsame Ziel Portoroz zur Erledigung der Zollangelegenheiten war, um danach nach Caorle weiter zu fliegen, wo es keine Polizei gibt
Herbi seinerseits wollte unbedingt – nach der Zwischenlandung in Portoroz – nach Hause fliegen, weil eine Reservierung für nächsten Tag vorlag.

Die Aquila wiederum hatte in Portoroz trotz sanfter Landung einen „Platten“ des Bugrades. Der „International Airport“ Portoroz konnte aber weder einen geeigneten Schraubenschlüssel noch sonstiges Werkzeug oder gar einen Wart zur Verfügung stellen.
Schließlich hatte Krappi die an sich gute Idee, dass in der 40-iger, welche auch zum Auftanken da war, ein von einem freundlichen Vielflieger deponiertes Vulkanisierungs-Kit vorhanden ist, dessen wir uns bedienen können.
Gesagt/getan. Die Luft hat auch momentan im Bugrad gehalten. Allerdings stellte sich beim Abflug heraus, dass die Luft bereits beim Start aus dem Bugrad wieder entwichen ist.
Die Landung in Caorle musste daher entsprechend am Haupt-Fahrwerk durchgeführt und das Bugrad möglichst lange in der Luft gehalten werden. Auch diese Landung konnte ohne irgendwelche Kalamitäten umgesetzt werden.

Herbi und Potzi mussten wetterbedingt kurz vor Asiago auf dem Weg nach Innsbruck umdrehen und landeten jetzt auch in Caorle.

Dank des freundlichen und hilfsbereiten Platzwartes in Caorle – einem Grasplatz und keinem „internationalen Airport“ – ist es gelungen, Werkzeug aufzutreiben, mit dem das Bugrad von unseren Technikern, Ingenieuren und Praktikern abmontiert wurde. Sodann konnte es noch am selben Tag von einer Werkstätte repariert werden. Die Montage des Rades am selben Abend war nicht mehr möglich, weil wir noch 6 Zimmer in dem
zu 96 % ausgebuchten Caorle finden mussten. Auch das ist gelungen: In einem Hotel direkt am Meer.
Krappi seinerseits konnte sich nicht von dem vulkanisierten Bugrad trennen, hat es im Taxi mitgenommen, im Hotel auf den Tresen der Rezeption geknallt und schließlich in sein Zimmer gebracht. Was dort geschehen ist, entzieht sich der Chronik – jedenfalls hat die Luft nicht nur bis zum Morgen sondern auch weiterhin bis zum heutigen Tage gehalten. Und wenn sie noch nicht entwichen ist, ist sie heute noch drin.

Am Samstag den 6. 6. 2015
haben wir uns gleich frühmorgens vom Taxi abholen lassen, das Bugrad montiert und sind sofort nach Hause geflogen.
Guggi, der am nächsten Tag mit seiner Familie den Urlaub angetreten hat, ist direkt nach Lienz geflogen. Manuel hat die Katana über das Pustertal nach Innsbruck gebracht.
Über Sterzing haben wir uns zufällig wieder getroffen, Manuel begrüßte uns aus der Katana und alle 3 Flugzeuge sind gemeinsam über den Brenner und dann zur Landung nach Innsbruck geflogen.

Es war ein toller Ausflug, bei dem wir viel erlebt und gelacht haben und den keiner von uns missen möchte.

Heinz